Schuljahr 2014/15: Der Kurs Darstellendes Spiel Q2 bringt „Nichts“ von Janne Teller auf die Bühne

„Nichts bedeutet irgendetwas, das weiß ich schon lange. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden."

 

Mit dieser Begründung verlässt Pierre Anthon in einem fiktiven Dorf in Dänemark die Schule, setzt sich auf einen Pflaumenbaum und beschließt, nichts mehr zu tun. Irritiert und verunsichert versuchen seine Mitschüler nun, ihm das Gegenteil zu beweisen. Aber wie stellt man es an, einen Menschen davon zu überzeugen, dass es im Leben Bedeutung gibt?

 

Bei der Suche nach einem Stoff für die Aufführung beschäftigte sich der Kurs mit drei Theaterstücken und zwei Romanen. Im Dezember entschieden sich die Schülerinnen und Schüler vor allem aufgrund der Thematik für Janne Tellers Roman „Nichts“.

 

Am Beginn der Arbeit stand die inhaltliche Auseinandersetzung mit Pierre Anthons Aussagen und der „moralischen Leerstelle“ des Romans, der keine explizite Position bezieht und so eher Fragen aufwirft als beantwortet.

 

Zentraler Arbeitsschwerpunkt war jedoch die Transformation eines Romans für die Bühne. Hierzu wurden Handlungsbögen entworfen und wieder abgelehnt, szenische Konzepte entwickelt und wieder verworfen, Figuren gestaltet und wieder umgewandelt, Texte geschrieben und wieder verändert. Schließlich setzte sich ein Konzept durch, das naturalistische mit epischen und postdramatischen Elementen verbindet, und so den Parabelcharakter der Textvorlage betonte.

 

Link zum Zeitungsartikel des Usinger Anzeigers vom 09.07.2015:

http://www.usinger-anzeiger.de/lokales/usingen/bedeutung-ist-nicht-durch-leid-erzeugbar_15816190.htm