Darstellendes Spiel

Kollegium

  • Frau K. Bender
  • Frau W. Harm
  • Frau A. Jacobi
  • Frau K. Zimmermann

Darstellendes Spiel (DSP) an der Christian-Wirth-Schule

Theaterarbeit spielt an der CWS schon lange eine wichtige Rolle. Dies spiegelte sich in den vergangenen Jahren hauptsächlich in den regelmäßigen Aufführungen der Theater-AG wider. Seit dem Schuljahr 2009/10 können die SchülerInnen auch das Fach „Darstellendes Spiel“ wählen. Wurde es zunächst nur in den Jahrgängen 8/9 im Wahlunterrichtsbereich angeboten, ist es inzwischen auch möglich, das Fach in den Jahrgangsstufen 5/6 als WU oder in der Oberstufe als Wahlpflichtfach als Alternative zu den Fächern Kunst und Musik zu belegen. Damit ist das Fach DS in fast allen Jahrgängen vertreten.

Inhalte und Ziele

Allgemein

In allen DSP-Kursen entwickeln die SchülerInnen ihre sprachliche und körpersprachliche Ausdrucksfähigkeit. Sie gestalten, präsentieren und reflektieren Szenen in Kleingruppen, übernehmen Regieaufgaben und beschäftigen sich mit theoretischen Aspekten des Theaters. Themen und Schwerpunkte sind abhängig von dem jeweiligen Unterrichtsprojekt.

WU in der Mittelstufe  5/6 und 8/9

In den Jahrgängen 5/6 und 8/9 geht es vor allen Dingen darum, auf spielerische Art und Weise die schauspielerischen Mittel kennenzulernen, mit denen sie dann ihre eigenen Lebensmodelle im Spiel überprüfen, sich in fremde einleben und sie nachgestalten oder auch neue entwerfen können. DSP soll darüber hinaus folgende Fähigkeiten fördern und schulen: Spontanität, Kreativität, Fantasie, Teamgeist, freies Auftreten und sich ausdrücken und darstellen lernen.

In der Oberstufe

In der Oberstufe sieht der Kursstrukturplan folgende Rahmenthemen vor:

 

E1 Das Theater und seine Zeichensysteme

Im Zentrum des Unterrichts steht der Schauspieler als primärer Ausdrucksträger und produktiver Faktor, die Entwicklung seiner spielerischen Erfindungsgabe, seiner sprachlichen und körpersprachlichen Ausdrucksmittel in Bezug auf Figuren, Situationen und Räume.

 

E2 Der Text als Partitur

Anhand von kurzen Textvorlagen wird der notwendige Prozess der improvisierenden Entfernung vom Autorentext zum Zweck der Entwicklung eines überzeugenden Bühnengeschehens erfahrbar gemacht. Die eigene Gestaltung geht von der umfangreichen spielerischen Analyse einer professionellen Aufführung aus.

 

Q1 Improvisation und Rollenarbeit

Innere und äußere Verhaltensweisen von Figuren werden in szenischen Improvisationen imaginiert und erhandelt, um die emotionale Logik bzw. Widersprüchlichkeit der Figur im Umfeld eines Textes und das Entdecken der Figur über die Ränder eines Textes hinaus zu ermöglichen.

 

Q2 Dramaturgie und Inszenierung

Die Struktur kleiner und kleinster szenischer Einheiten wird ebenso erarbeitet wie die dramaturgische Form „großer" Theatertexte.

Wichtiger Bestandteil der Arbeit sind die Wahrnehmung von Regiefunktion, Erarbeitung einer Eigenproduktion oder Inszenierung einer dramatischen Textvorlage.

 

Q3 Das Leben – (k)ein Traum

Theater als Erfahrungsraum besonderer Art, in dem sich der Mensch zuweilen begibt, ihn aber auch wieder verlässt, als Ort der Utopien und der Aufklärung, als eine Welt der Fiktion, die auf die reale Wirklichkeit des eigenen Alltags hinweist.

Dramaturgische, schauspieltheoretische und theatergeschichtliche Aspekte  sollen Ausgangspunkte für die Gestaltung eines eigenen dramatischen Projekts sein.

 

Q4 Spiel und Wirklichkeit

Weiterentwicklung des in Q3 begonnen Projekts und Präsentation.

Die Fragestellung „Welches Leben, welche Lebensform kann ich durch nicht von mir gemachte Erfahrungen auf andere Weise erfahren?" bestimmt den thematischen Schwerpunkt des Kurses und lenkt spielerisch erprobend den Blick auf den zukünftigen Lebensabschnitt der Schülerinnen und Schüler in Berufs- und Arbeitswelt, in der Hochschule.

Es ist möglich,  das Fach Darstellendes Spiel im Abitur als 4. oder 5. Prüfungsfach zu  wählen.

Allgemeine Anforderungen

SchülerInnen, die DS als Fach wählen wollen, sollen Interesse an körperlicher Bewegung, am Theater und an gemeinsamer Arbeit in der Gruppe haben.

In der Oberstufe sollte zusätzlich das Interesse an theoretischem Theaterwissen vorhanden sein.

Die Arbeit an Theaterprojekten ist immer Ensemblearbeit und deshalb ist im Fach DS die Zuverlässigkeit des/der Einzelnen ganz besonders wichtig.

Vor den Aufführungen werden in der Regel Probentage nötig, in der Q2 findet meistens eine Probenfahrt in eine Jugendherberge statt. Darstellendes Spiel ist immer mit Mehrarbeit verbunden (Proben außerhalb der Unterrichtszeit und auch an Wochenenden, insbesondere in der Q2).

Zum Unterricht gehören neben diesen zusätzlichen Proben auch regelmäßige Theaterbesuche (abends).