Bilingualer Unterricht an der CWS

 

In der Sekundarstufe I besteht die Möglichkeit in den Fächern Biologie, Politik und Wirtschaft sowie Erdkunde bilingualen Unterricht zu erhalten. Ab der Klasse 7 in G8 bzw. ab der Klasse 8 in G9 wird ein bilingualer Zug eingerichtet. Das bedeutet, dass alle Schülerinnen und Schüler, die "Bili" gewählt haben, innerhalb ihres gewählten Bildungsganges (G8 oder G9) aus allen Klassen ihres Jahrgangs in einer 7. bzw. einer 8. Klasse zusammengeführt werden.

Die Bili-Schülerinnen und –Schüler werden bildungsgangübergreifend in einem Nebenfach mit drei statt zwei Wochenstunden bilingual unterrichtet. Die zusätzliche Stunde dient dazu, den Mehraufwand zu kompensieren und lässt sich außerdem als Wahlunterrichtsstunde anrechnen. Die Schülerinnen und Schüler bleiben in diesem Bili-Kurs über die letzten drei Jahre in der Mittelstufe zusammen.

 

Des Weiteren können Schülerinnen und Schüler auch im Rahmen des Wahlunterrichts an bilingualen Unterrichtsangeboten teilnehmen.

 

Das Anmeldeformular für den bilingualen Zug finden Sie als pdf-download bei den Downloads.

 

Waldexkursion am 12.06.17

An diesem Montag machte sich der Biologie Bilingual Kurs und der deutsche Biologiekurs der Klassen 7A und 8N5 bei schönem Wetter, gemeinsam mit unseren Begleitpersonen Frau Loher, Frau Hartung, Frau Busch und Herrn Lakomek, auf den Weg zum Wald rund um den Hattsteinweiher. Ein Förster und eine Waldpädagogin, Herr Götz und Frau Link übernahmen die Führung.

 

Zunächst teilten wir uns in zwei Gruppen auf und begannen mit einem Spiel zu bekannten und unbekannten Sprichwörtern rund um den Wald. Anschließend arbeiteten wir an der ersten Station zum Thema Bodenarten. Wir bekamen drei halbe PET-Flaschen, gefüllt mit Kies, Sand und humosem Boden, in die wir Wasser füllten und die Zeit stoppten, die das Wasser benötigte, um durch das jeweilige Material zu fließen. Das Wasser wurde in Behältern aufgefangen. Das Ergebnis war gut zu erkennen: Bei dem Kies benötigte das Wasser ca. sieben Sekunden um durch die Flasche zu fließen, bei Sand schon ca. zwei Minuten und bei dem humosen Boden ungefähr vier Minuten. Auch bei dem aufgefangenen Wasser sah das Ergebnis unterschiedlich aus: Bei dem humosen Boden war es sehr dunkel gefärbt, bei dem Kies etwas heller und bei dem Sand ganz klar, da Sand wie ein Filter funktioniert.

 

Danach sprachen wir über die Photosynthese. Hierbei gelangt Wasser in die Blätter und trifft dort auf Kohlendioxid und Sonnenlicht. Heraus kommen Sauerstoff und der Zucker für den Baum. Zu diesem Thema spielten wir anschließend ein Spiel. In zwei Gruppen stellten wir uns gegenüber an den Start- und Ziellinien auf und bekamen einen Löffel, mit dem wir nacheinander zu dem Eimer in der Mitte liefen und von dort Wasser und einen Traubenzucker holten. So schnell wie möglich mussten wir uns möglichst viel Wasser und Traubenzucker erlaufen.

 

Danach gingen wir zu einem Bach und einem nahe gelegenen Tümpel, um die Wassergüte zu überprüfen. Dafür erhielten wir eine Becherlupe und einen Bestimmungsbogen für verschiedene Wassertiere. Bei der Suche wurden wir vor allem unter den Steinen fündig. Nach dem Sammeln einiger kleiner Tiere werteten wir unsere Funde aus. Eine Köcherfliegenlarve zeugt zum Beispiel von einer guten Qualität des Wassers.

 

Selbst bei unserer anschließenden kleinen Frühstückspause machten wir eine schöne Entdeckung: Ein seltener Feuersalamander leistete uns Gesellschaft. Danach untersuchten wir in kleinen Gruppen einige Tiere, deren Lebensraum der Wald mit Tümpeln, Teichen und Bächen ist. Unsere Gruppe beschäftigte sich mit dem Schwarzstorch (Ciconia nigra), der in Feuchtgebieten in Laub- und Mischwäldern lebt. Oft wird er, wie viele andere Tiere, vom Menschen gestört, zum Beispiel durch Luftfahrzeuge wie Hubschrauber oder Forstarbeiten. Seine natürlichen Feinde sind Kolkraben, Waschbären, Marder, Uhu und Adler. Zudem sollten wir im Waldstück am Hattsteinweiher einen geeigneten Platz für das Tier unserer Gruppe finden und uns überlegen, ob und wie es dort leben könnte.

 

Weitere Tiere unserer Gruppenarbeit waren der Kammmolch, die Gelbbauchunke, die Wildkatze und der Feuersalamander.

 

Zuletzt führten wir eine Diskussion über den Wolf, der seit dem Jahr 2000 wieder in Deutschland zu finden ist. Der Förster meinte, dass sich in zehn Jahren wieder mehr Wölfe in Hessen angesammelt werden haben. Die Wölfe, die heute in Deutschland leben, kommen meist aus Westpolen über die Grenze und viele bleiben in Sachsen. Angst braucht man vor diesen geschützten Tieren nicht zu haben. In der Regel haben die Tiere mehr Angst vor dem Menschen und sind eher scheu.